Fasnacht

Und was steckt dahinter?

Fasnacht ARYZTA Schweiz

Fasnacht wird weltweit gefeiert – aber überall anders. Auch mit grossen regionalen Unterschieden. Was als Karneval, Fassenacht, Fasnet, Fasching oder eben Fasnacht bekannt ist, beginnt vielerorts am 11. November um 11:11 Uhr und dauert bis Aschermittwoch. Die Fasnachtszeit wird gerne als «die fünfte Jahreszeit» bezeichnet.

Das Wort setzt sich zusammen aus dem althochdeutschen fasta (Fastenzeit) und naht (Nacht, Vorabend) und bezeichnet ursprünglich nur den Tag vor dem Beginn der Fastenzeit. In der Fasnachtszeit wird alles gemacht, was während der Fastenzeit nicht erlaubt ist – vom üppigen Essen bis zum Alkohol Trinken und ausgelassen zu feiern.

International sind verschiedene Karneval-Varianten bekannt. insbesondere der Karneval in Rio und der Karneval in Venedig. Aber auch in den Südstaaten der USA gibt es eine ausgeprägte Karnevalstradition.

In der Schweiz haben wir ganz unterschiedliche Fasnachtskulturen.

Luzern ist die unbestrittene Fasnacht-Hochburg in der Innerschweiz. Während der «rüüdige Lozärner Fasnacht» strömen Tausende verkleidete Leute in die Altstadt. Die Luzerner Fasnacht beginnt mit dem «Urknall» am «Schmutzigen Donnerstag».
Am Dienstagabend erreicht die Fasnacht ihren letzten Höhepunkt mit dem «Monstercorso», bei dem über 100 Guggen durch die Altstadt ziehen.

Ganz anders die «Basler Fasnacht». Mit Schnitzelbänken wird eine politische Rückschau auf das letzte Jahr gehalten, an der das «verfeindete» Zürich meist auch seinen Anteil abbekommt. Im protestantischen Basel findet die Fasnacht traditionsgemäss immer eine Woche nach der katholischen statt. In der Regel sind die Zuschauer nicht maskiert.

In der stark von Zwingli geprägten Stadt Zürich gibt es keine wirkliche Fasnacht-Kultur – wie in den meisten protestantischen Regionen. Die Obrigkeit verbot die Fastnacht bereits kurz nach der Reformation. Trotzdem gib es Gruppen, das «Gässle» und das damit verbundene Besuchen von Restaurants mit der Guggenmusik pflegen.

Daneben existieren vielerorts regionale Bräuche wie beispielsweise in Baden (AG) das Verbrennen des «Füdlibürgers», in Solothurn die «Chesslete» und in Liestal (BL) der «Chienbäse-Umzug» bei dem 40 – 80 kg schwere Fackeln und bis zu 10 Meter hohe Flammen durch die Altstadt getragen werden.

Die erste Fasnacht im Jahr findet übrigens in Büren an der Aare statt. Das sogenannte «Büre Nöijohr» soll als Entschädigung für die wirtschaftlichen Ausfälle zugebilligt worden sein, die die Aufhebung der mittelalterlichen Marienverehrung in der Wallfahrtskirche von Oberbüren-Chilchmatt zur Folge hatte.

Aufgrund Covid-19 findet die Fasnacht dieses Jahr nicht oder nur unter speziellen Bedingungen statt.

Unser Fasnacht-Gebäck